Partnerschaft als Schlüssel zum Erfolg
EBARA und Capsulution auf dem Deutsch-Japanischen Wirtschaftsforum in Hannover

- Dr. Jörg Mayer (Capsulution Nanoscience AG), Kiyoshi Wada (Koito Europe), Kazuhiko Miyaji (Toyota Motor Europe), Bernd Ziesemer (Chefredakteur Handelsblatt), Shuichi Kosuge (ADIT Corp.), Dr. Andreas Hoelscher (ADIT Corp.)
Capsulution Nanoscience AG präsentierte auf dem zweiten deutsch-japanischen Wirtschaftsforum unter dem Motto „Deutschland und Japan als Innovationspartner”. Neben Vertretern der Unternehmen DENSO/Bosch-Blaupunkt und Porsche/Koito stellte Jörg Mayer von Capsulution die strategische Kooperation mit EBARA Corp. vor.
Die Präsentation stieß mit über 100 Teilnehmern auf großes Interesse und füllte den Saal des Convention Centers in Hannover bis auf den letzten Platz. Hochrangige Vertreter aus Politik und Industrie waren vertreten, um im Anschluss über Erfolgsfaktoren und die Innovationskraft deutsch-japanischer Kooperationen zu diskutieren.
„Im Jahre 2004 ist der japanische Anlagenbauer EBARA hier auf der Hannover-Messe auf uns aufmerksam geworden. Im März 2005 haben wir dann einen Lizenz-Vertrag unterzeichnet", erläuterte Mayer, Business Development Manager bei Capsulution die Erfolgsgeschichte. Demnach erhielt EBARA die Lizenz für die Entwicklung und Vermarktung von Produktionsanlagen unter Zuhilfenahme von Capsulutions LBL-Technologie® für den Einsatz im pharmazeutischen Bereich als auch für die Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie. Für EBARA und Capsulution begann eine fruchtbare Zusammenarbeit: Während EBARA die sogenannte LBL-Unit entwickelte, übernahm Capsulution die Neuformulierungen von Wirkstoffen mit Hilfe ihrer LBL-Technologie®. Ziel ist die Entwicklung von verbesserten Arzneimitteln.
„So bieten wir gemeinsam mit EBARA patentgeschützte Wirkstoffformulierungen an. Gelangt ein Produkt unserer Kunden auf den Markt, dann werden Lizenzgebühren fällig. Der Gewinn wird zwischen EBARA und Capsulution geteilt", fuhr Mayer fort. Auch Aufträge würden gemeinsam akquiriert wie etwa auf der Fachmesse ‚Interphex’ in Japan. Man habe eine transparente und vertrauensvolle Partnerschaft mit intensiver Kooperation, versichert Mayer. Für den Know-how-Transfer aber auch zur Stärkung der Partnerschaft arbeiten zeitweise Capsulutions Entwickler in EBARA’s Laboren - ein Mitarbeiter befindet sich seit letztem Jahr sogar ständig vor Ort.“
„Unterstützt von Capsulution wolle EBARA“, so Mayer, „seine Life Science Unit ausbauen von einer reinen Engineering Abteilung zu einem Auftragsentwickler und -hersteller für die pharmazeutische Industrie. Dank neuester nanotechnologischer Drug Delivery Systeme könne das japanische Unternehmen zu einem modernen High-Tech-Dienstleister aufsteigen.“
Die ursprüngliche primär auf die Entwicklung von Hardware ausgerichtete Beziehung habe sich zu einer festen Entwicklungs- und Marketingpartnerschaft gewandelt, stellte Mayer fest und lieferte Punkt genau zum Vortragsende auch den Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Kooperation: „Der Aufbau einer wirklich partnerschaftlichen Beziehung, die weit über eine übliche Kunden- Lieferantenbeziehung hinaus geht“. Die Deutsch-Japanische-Bilderbuch Kooperation erhielt anerkennenden Applaus.
Im Resumé der Veranstaltung wurde die Forderung einstimmig formuliert, wie von Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) und Fumiaki Oya, Direktor von Toyota Motor Europe: „Deutschland und Japan müssen im Bereich Forschung und Entwicklung stärker kooperieren, wenn sie die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich bestehen wollen.“



